Karsten Rüdiger im Interview

Karsten Rüdiger (46) ist einer von insgesamt drei Geschäftsführern des ATLAS Restaurant und Kochsalon – dem Koch-Mekka in der Hansestadt Hamburg. Gemeinsam mit der Redaktion der Excellence Kochschulen blickt er auf prägende Stationen in seinem Leben und verrät uns, was er neben dem Kochen noch so gerne macht.

Was macht den ATLAS Kochsalon so besonders?

Für alle Gäste bieten wir die passende Küche an. Jeder unserer vier Kochräume ist unterschiedlich groß und besticht durch eine einzigartige Atmosphäre. Kleine Gruppen fühlen sich in der Küche in einer typischen Hamburger Altbauwohnung besonders wohl. Für größere Kochkurse bietet sich hingegen die PhoenixHofküche an. Alle Räumlichkeiten sind technisch auf dem neuesten Stand und durch W-Lan miteinander vernetzt.

War Koch schon immer Ihr Traumberuf?

Ich weiß nicht, ob ich von meinem Traumberuf seit Kindestagen sprechen kann. Aber als ich mit 15 Jahren im Italienurlaub ein 14-Gänge-Menü erlebte, war mein Berufswunsch klar. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt.

Worauf legen Sie beim Kochen besonderen Wert?

Wichtig sind mir vor allem frische Produkte und eine einfache Zubereitung.

Was darf bei Ihnen auf keinen Fall in der Küche fehlen?

Zuallererst: Gute Laune! Diese dann mit Salz, Pfeffer, einem Spritzer Zitrone sowie Olivenöl würzen und nichts kann mehr schief gehen.

Was war Ihre Leibspeise als Kind?

Das war wohl ganz klassisch Kartoffelpuffer mit Apfelmus – natürlich von Mutti zubereitet.

An welches Erlebnis in der Küche können Sie sich noch heute besonders gut erinnern?

Ich arbeitete mal in einer großen Hotelküche mit zwölf anderen Köchen. Wie es dort nun einmal so ist, war der Stress immer groß und der Chef mies gelaunt. Mitten im Geschäftsbetrieb ließ er das dann lauthals an einem meiner Kollegen aus. Daraufhin stimmte der Rest der Küche erst leise und dann immer lauter einen vielsagenden Song der Ärzte (Schunder-Song) ein. Erstaunlicherweise erfüllte die musikalische Kostprobe seinen Zweck und der Chef verstummte.

Ist bei Ihnen in der Küche schonmal etwas so richtig schief gegangen?

Ja, aber natürlich. Der Klassiker: Salz statt Zucker ins Dessert gegeben. Bei einer Party habe ich mich auch schon mal verzählt – dann fehlte das Fleisch.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht gerade kochen?

Essen! Ansonsten besuche ich gerne ein Rückentraining, das ist nach dem langen Stehen besonders gut für den Körper. Ach, und meine andere Leidenschaft gilt dem HSV.

Und zuletzt für unsere Leser: Was sollte im Frühjahr auf keinem Teller fehlen?

Spargel! Am besten ganz klassisch mit Sauce Hollandaise, Schinken und Butter.

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