Beam Me Up: Astronauten-Smoothies

Was im Silicon Valley im Zuge der Selbstoptimierung anfing, wird auch bei uns immer beliebter: Astronauten-Smoothies – ein Alleinnahrungsmittel in Flüssigform. Kann das gesund sein? Diese Smoothies sollen einerseits dafür sorgen, dass der gesamte Tagesbedarf eines Menschen exakt gedeckt wird, und andererseits für Zeitersparnis sorgen, da man weder einkaufen noch kochen muss. Günther Jekle von der Excellence Kochschule Jekle erzählt, was er von diesem Trend hält und wie man ihn genussvoll umsetzten kann.

Optimierte Nahrungsaufnahme

„Die sogenannten Astronauten-Smoothies, wie sie im Internet als Pulver zum Selbstanrühren zu kaufen sind, haben mit gutem Kochhandwerk wenig zu tun. Sie folgen physiologischen Ernährungsempfehlungen und werden eher von Chemikern als von Köchen hergestellt.“ Die Pulver, die man einfach mit Wasser in einer Flasche mischt, nimmt man über den Tag verteilt anstatt Mahlzeiten zu sich. Sie decken sowohl den Bedarf an Makro-Nährstoffen, also an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett als auch den an Mikronährstoffen, also Vitaminen und Mineralstoffen. Sie machen so den Konsum anderer Lebensmittel überflüssig. Günther Jekle wirft jedoch ein: „Wirklich genießen kann man diese Drinks nicht, sie haben in der Regel einen starken Getreidegeschmack. Und spätestens nach ein paar Tagen hängt einem die Flüssignahrung zum Hals raus. Man will etwas zum Kauen! Essen hat außerdem eine starke soziale Komponente, die nicht unterschätzt werden sollte – ohne medizinische Grundlage komplett darauf zu verzichten ist einfach unnötiger Zwang.“

Smoothies als zeitsparender Mahlzeitenersatz

„Wer den Trend der Astronauten-Smoothies unbedingt ausprobieren möchte, kann trotzdem eine Mahlzeit durch einen selbstgemachten Smoothie ersetzen, wenn es mal schnell gehen soll“, schlägt Excellence Koch Günther Jekle vor. Hierfür kann man eine Getreidegrundlage – am einfachsten sind Schmelzflocken – mit Milch oder Sojamilch, Saaten wie Lein- oder Flohsamen und einer Banane mit einer Handvoll Beeren mixen. Je nach Geschmack kann man noch einen Löffel Nussmus hinzufügen, wie Erdnussbutter oder Kokosmus – das macht den Smoothie noch reichhaltiger und liefert wertvolle Nährstoffe. „An sich sind Smoothies sehr gesund, aber eben mit frischen Zutaten! So enthalten sie wertvolle Vitalstoffe und Vitamine, die bei der Pulvervariante nur durch Tabletten eingenommen werden können, frisch aber viel besser für den Körper sind.“

Excellence Koch Günther Jekle erklärt: „Auch so ein Smoothie ersetzt eine Mahlzeit, falls man dafür keine Zeit hat, und stammt dazu nicht aus dem Chemielabor. Durch frische Früchte und das Nussmus schmeckt es auch deutlich besser und man kann das Getränk ganz nach seinen persönlichen Vorlieben zubereiten.“

Die Excellence Kochschule Jekle wünscht guten Appetit!

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